Unternehmen in der Whole Food Box: Interview mit Nuraia!

Ab diesem Monat stellen wir euch ausgewählte Unternehmen vor, deren Produkte in der Whole Food Box zu finden sind oder waren. Wir freuen uns sehr darauf und darüber, dass ihr von nun an die Möglichkeit habt, mehr über die Unternehmen hinter den Produkten zu erfahren!

Heute fangen wir an mit dem ersten Interview mit Nuraia bzw. Lena und Stefan aus Augsburg!

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In unserer August-Box ist aktuell eine brandneue Trinkschokolade enthalten! Die Trinkschokolade kommt völlig ohne raffinierten Zucker aus, ist komplett bio und natürlich vegan. Außerdem schmeckt sie lecker nach einem Hauch Kokos, da in der Mischung ein Kokosmilch-Pulver enthalten ist. So könnte man sie Schokolade sogar ohne Milch zubereiten – und mit Milch wird sie dadurch noch cremiger!

Das junge Paar das hinter dieser leckeren Innovation steht hat sich die Zeit genommen, uns ein paar Fragen zu beantworten und wir freuen uns über das spannende Interview!

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Liebe Lena, ihr seid nicht nur beruflich sondern auch privat ein Paar. Meine erste Frage ist daher: wie habt ihr euch gefunden?

Tatsächlich haben wir es beide nicht so mit den sozialen Netzwerken, haben uns aber über ein solches kennengelernt. Stefan hat ein Bild von mir gefallen – ich habe sein Profil gesehen und musste einfach nach einem Date fragen. Beim ersten Treffen haben wir uns im Wald verirrt, und Stefans entspannte, souveräne Art haben mich dabei echt beeindruckt- neben verdammt vielen anderen Eigenschaften.

 

Mittlerweile habt ihr ein gemeinsames Kind und ein Unternehmen, wie kamt ihr auf die Idee zu gründen?
Schon bei besagtem ersten Treffen haben wir beim unvermeidlichen „Und was machst du beruflich?“ festgestellt, dass wir beide noch nicht gefunden hatten, was uns wirklich glücklich macht. Seitdem hat uns die Träumerei über Geschäftsideen nicht mehr losgelassen. Da wir beide beim Kennenlernen ohne Job waren und auch keinen Anspruch auf Hilfe hatten, lag die Idee, irgendwie etwas Tolles selbst zu machen immer in der Luft.
Stefan hat eine lange Drogenerkrankung hinter sich – er kam gerade aus seiner letzten Therapie und war nach über 20 Jahren und viel hartem Kampf ein Jahr clean. Zwar ist er gelernter Redakteur, hat immer gearbeitet und teils sehr gute Jobs gehabt, trotzdem ist es mit den Lücken im Lebenslauf eher schwierig, einen befriedigenden Posten zu finden. Ich habe zwei Studiengänge abgebrochen und keine abgeschlossene Ausbildung, weswegen auch für mich bis dato nur Gelegenheitsjobs in Frage kamen. Eine sehr unbefriedigende Situation. Gerade mit der unverhofften Schwangerschaft, die natürlich viel Druck, aber auch Inspiration mit sich brachte. Und den Wunsch, viel Zeit mit unserem Kind zu verbringen, dann wenn der Kleine es braucht und nicht nach vorgegebenen Betreuungszeiten einer Einrichtung. Auch war ich als Mutter trotz totalem Glucken-Gen nicht ausgelastet, also blieb nur die Selbstständigkeit.

 

Insbesondere Stefans Geschichte und Vergangenheit ist mit Sicherheit eine Inspiration für viele Menschen da draußen, könnt ihr wenig darauf eingehen, welche Rolle Stefans Geschichte bei eurer Unternehmensgründung gespielt hat? Bzw. welchen Einfluss sie auf eure Entscheidung hatte, nuraia zu gründen?
Stefan antwortet: Dass ich überhaupt noch da bin, verdanke ich nicht zuletzt einer sieben Jahre langen Phase voller ziemlich harter Arbeit, in der ich reichlich viel über mich selbst lernen musste – und durfte. Prinzipien wie das akzeptierende Leben im Hier und Jetzt statt des Haderns mit dem Vergangenen oder der Furcht vor der Zukunft haben mir geholfen, die Sucht hinter mir zu lassen. Und sie helfen mir heute, mit den Anforderungen des Gründerlebens klar zu kommen. Sucht und Startup können jeweils existenziell bedrohliche Ausprägungen annehmen und Rückschläge gehören unbedingt zu beidem dazu. Ich bin ein absoluter Profi im Wiederaufstehen und ich gebe niemals auf. Ich habe schon früh in meiner Suchtgeschichte den Sport für mich entdeckt und eine ganze Reihe von Jahren später dann noch die Ernährung. Heute kenne ich die Bedeutung des Körpers für die geistige Gesundheit aus eigener Erfahrung und ich weiß, wie erstaunlich spürbar die Auswirkungen sind, wenn man eine Weile lang auf möglichst viel Gift aus der Ernährung verzichtet hat. Die vielleicht deutlichste Verbindung zu nuraia ist der Zucker, den manche Menschen – nicht zu Unrecht – als Droge bezeichnen und den wir auch aus diesem Grund in unseren Rezepturen nur sehr sparsam verwenden. Gesunde Ernährung ist eine Quelle für Lebensenergie, die ich aus der Not heraus angezapft habe, und die sich über die Sucht hinaus als besonders wertvoll erwiesen hat.
Dass wir beide einen Hang zum kreativen Spinnen und damit irgendwie das Gründen im Blut haben, hat Lena ja schon erzählt. Ich möchte mein eigener Chef sein, Zeit mit meiner Familie verbringen, wann ich es will und mich und meine Lebenseinstellung in meiner Arbeit ausdrücken. Das konnte ich in keiner Anstellung finden.

 

Und was ist dein beruflicher Hintergrund, Lena?
Obwohl ich es meistens als Kreativität beschönige, bin ich ein ziemlich chaotischer Mensch. Ich kann sehr viel Disziplin aufbringen, aber nur für Dinge, die mich wirklich rundherum begeistern. Eigentlich wollte ich Tierärztin werden, umfassende Tierhaarallergien haben mir da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Einen Plan B gab es nie – deswegen war ich mit den nachfolgenden Versuchen irgendwie nicht glücklich. Immerhin bringen mir die jeweils drei Semester Ernährungswissenschaft und Pädagogik heute für nuraia und im Umgang mit unserem kleinen Sohn viel.
Seit einiger Zeit mache ich nebenbei noch eine Weiterbildung zur PermakulturDesignerin. Permakultur ist ein Konzept, um multifunktionale, sich selbst erhaltende Ökosysteme mit wirklich nachhaltigen Erträgen für den Menschen, aber auch für die Umwelt zu schaffen. Dieses Thema begeistert mich so, dass ich dran geblieben bin und die Ausbildung dieses Jahr beenden werde.

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Woher kommt eigentlich der Name nuraia?
Angefangen haben wir mit der Idee, Sportgetränke herzustellen. Daher kam der erste, sehr technische Name bioenergetics, den niemand auf Anhieb verstanden hat, geschweige denn aussprechen oder schreiben konnte. Damit hatten wir uns also vergriffen und als dann noch markenrechtliche Schwierigkeiten hinzukamen, haben wir neu gesucht. Aus dem Namen einer keltischen Lebens- und Fruchtbarkeitsgöttin Noraia und dem Begriff nUtrition ist dann nuraia entstanden. Ein Name, den alle verstehen, die meisten schön und vor allem einprägsam und einfach finden.

 

Bei nuraia dreht sich alles um Getränke, die nicht einfach nur toll schmecken sondern auch einen besonderen Nutzen haben, wie seid ihr auf die verschiedenen Mischungen gekommen?
Alle Pflanzen, die wir als zusätzliche sogenannte Superfoods nutzen, sind besonders beliebte Bestandteile unseres eigenen Speiseplans.
Von Kurkuma und den Heilkräften, der Goldenen Milch, die dieses Wundergewürz als Basis hat, bin ich schon lange ein Fan. Aber die Mischungen am Markt haben mir einfach alle nicht richtig geschmeckt, es gibt oft kein harmonisches Gegengewicht zum doch sehr intensiven Kurkuma. Bei den selbstgemachten Rezepten stört mich das zugesetzte Öl. Mit dem Kokospulver als Basis bringen wir das Öl direkt mit in unsere fertige Kukuma-Latte-Mischung und haben außerdem eine cremig-sanfte Basis, die dem Kurkuma die Schärfe nimmt.
Unsere KokoVanilla ist mit Reishi, dem Pilz der Unsterblichkeit, angereichert. Dieser wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin für alle möglichen Beschwerden angewandt, wirkt wie Cortison und ist in geringer Dosis sehr ausgleichend. Diese Eigenschaft macht ihn zum optimalen Begleiter für die echte Bourbon-Vanille, die wir verwenden. Die beiden Pflanzen ergänzen sich auf der Basis von Kokos zu einem süßen, aber zuckerzusatzfreien Getränk, das  harmonisierend wirkt. Entspannung und Ruhe im Kopf in achtsamen Ich-Zeiten zu finden, ist heute nicht immer einfach. Unsere KokoVanilla unterstützt dabei.
Das Maulbeeren sind beachtliche Pflanzen. Im MatchaLatte nutzen wir die Blätter des Baumes, die man eigentlich kaum kennt. Diese helfen den Insulinspiegel zu regulieren und wirken somit gegen Heißhunger und senken den Blutdruck. Sie ergänzen damit den Matcha perfekt.
Vom Guarana in unserem KokoKao verabschieden wir uns gerade. Wir haben etwas Besseres geschaffen.

 

Worum handelt es sich bei dem fünften Getränk, das ihr nun bald auf den Markt bringt?    
Wir  lieben unsere neue Trinkschokolade im umweltfreundlichen, stilvollen Glas einfach. Sie kommt mit nur 10% Kokosblütenzucker aus und schmeckt mega lecker. Wie alle anderen Produkte ist auch dieses natürlich bio, pflanzlich und komplett ohne unnötige Zusatzstoffe, wie Aromen oder Füllstoffe.
Es gab einfach noch keine Trinkschoki, die uns geschmacklich und als Eltern im Sinne der Gesundheit unseres Sohnes wirklich überzeugen konnte. Jetzt gibt’s eins.

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Euer neuer Kakao ist nachhaltig in einem wiederverwendbaren Glas verpackt – plant ihr das auch für euren anderen Produkte?
Selbstverständlich! Die Schokoladentafel „Goldstück“, eine Goldene-Milch-Schokolade, kommt direkt in der umweltfreundlichen Variante, bei den Getränken war bis jetzt das Problem, dass die Kunden diese Form der Verpackung für Getränke nicht kennen. Mit dem optisch einfach wunderschönen Glas, das wir nun gefunden haben, sind wir aber sicher, dass wir unsere Zielgruppe begeistern können.

 

Und zuletzt natürlich die Frage: warum  sollte ich jetzt sofort rüber zu Crowdfunding-Kampagne springen und eins der Early Bird Goodies kaufen?
Die beste Frage von allen: Weil das Produkt einfach super ist! Weil Unterstützer mit dem Kauf direkt daran beteiligt sind, ein innovatives, wirklich nachhaltiges Produkt in die Regale von dm zu bringen (Das Crowdfunding ist nämlich ein Wettbewerb der Drogerie dm – die besten Produkte werden deutschlandweit gelistet)! Und weil es wirklich mega lecker ist!

Zur Crowdfunding-Kampagne geht es hier entlang!