Interview mit MyDate Gründer Markus Lutz

Schon mal was von Daffee gehört?
 
Nein? Wir auch nicht, bis uns Ende letzten Jahres Markus kontaktierte und uns eine Packung zum Probieren schickt - wir waren sofort begeistert!
 
Ein absolut leckeres Heißgetränk, was quasi aus "Müll" besteht. Naja, aus Dattelkernen um genauer zu sein - und diese landen normalerweise im Müll.
 
Wir haben Markus ausgefragt, wie es zu der Idee kam, was Daffee genau ist und wer dahinter steckt.
 
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Lieber Markus, ihr habt ein komplett neues und - meiner Meinung nach - noch völlig unbekanntes Produkt auf den deutschen Markt gebracht. Was genau ist euer Produkt?
 
Hallo Rosa, ja du hast vollkommen Recht, das neue Getränk "Daffee" ist noch sehr neu, gibt es erst seit Juli letzten Jahres. Daffee besteht aus getrockneten, gerösteten und gemahlenen Dattelkernen. Es ist von Natur aus koffeeinfrei und reich an Mineralien und Vitaminen. Das Getränk ist noch komplett unbekannt und wir erhalten immer wieder komische Fragen, wenn wir Daffee das erste Mal vorstellen.

 

In diesem Produkt verstecken sich gleich mehrere spannende Aspekte: ihr kreiiert etwas Köstliches aus einem Abfallprodukt, ihr bringt einen völlig neuen Geschmack auf den Markt und ihr unterstützt mit dem Ganzen auch noch Menschen in Tunsien. Fagen wir mal mit Punkt eins an: was passiert eigentlich sonst mit den vielen Milliarden Dattelkernen?
 
Das ist in der Tat eine gute Frage, denn es werden jährlich etwa 8 Millionen Tonnen Datteln geerntet, vorrangig in nordafrikanischen Ländern und im Nahen Osten. Die Datteln für den lokalen Market werden nicht entkernt und man schmeißt die Kerne beim eigentlichen Verzehr weg. Gerade die Datteln für den europäischen Markt werden aber vor Ort, direkt nach der Ernte, entkernt. Dies passiert in großen Fabriken, beispielsweise im Süden von Tunesien.  Diese Dattelkerne landen dann entweder im Müll, werden geschrotet als Futtermittel verwendet oder wie wir, werden für die Zubereitung von Daffee verwendet ;-)

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Wie seid ihr auf die Idee gekommen aus den Kernen Kaffee, ich meine Daffee, zu machen?
 
Seit 2013 haben wir einen besonderen Bezug zu nordafrikanischen Ländern, als Andre und Hansi, zwei der Mitgründer, erstmals in Marrokko bei einer After-Abi-Reise waren. Und welche Frucht wächst in diesen Ländern und wird auch als Frucht der Wüste bezeichnet? Genau, die Dattelpalme! Die Frage, was eigentlich mit den Dattelkernen nach der Verarbeitung von Datteln geschieht, kam damals das erste Mal auf. Anfang letzten Jahres griffen wir die Idee wieder auf und forschten im Internet nach. Wir fanden verschiedene Lieferanten aus Israel und Indonesien, waren aber alles andere als begeistert. Wir begruben die Idee vom Daffee zunächst ...
 

Wo bezieht ihr die Dattelkerne her und wir steht ihr in Beziehung zu den Menschen in Tunesien?

Erst bei einem Wochenendtrip im Februar 2018 nach Tunis, Tunesien kamen wir wieder auf Idee zurück. Wir lernten zufällig eine nette tunesische Familie in der Küstenstadt Sidi Bou Saïd kennen, die sich schon ein paar Jahre mit Daffee beschäftigt hatte. Sie betrieben ein kleines Café dort, wo wir natürlich direkt ins Gespräch kamen. 

Fast forward 2 Monate und wir waren zu 4. wieder in Tunesien, um die Produktion und natürlich auch die Familie wiederzusehen. Wir waren inzwischen Geschäftspartner und gute Freunde geworden und luden ein Familienmitglied letzten Sommer zu uns nach Stuttgart ein.

Der Weg der Dattelkerne beginnt im Süden von Tunesien und werden in einer kleinen Manufaktur der Familie in Tunis verarbeitet zu unserem geliebten Daffeepulver. Von dort geht es mit dem Schiff nach Deutschland.

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Denkt ihr, der deutsche Markt muss sich an den neuen Geschmack erst gewöhnen oder überzeugt er eurer Erfahrung nach sofort jeden Skeptiker?
 
Nach einem guten halben Jahr haben wir bereits ein relativ gutes Auge dafür wem Daffee schmeckten könnte und wem eher nicht. Derzeit kommt der neue Drink vor allem bei jungen Menschen gut an, die auf der Suche nach etwas Neuem und Exotischen sind. Zudem trinken Menschen jeden Alters Daffee gerne als koffeinfreie Kaffeealternative. Aber natürlich, wir können nicht alle Skeptiker überzeugen, gerade mit einem neuen Produkt trifft man nunmal nicht jeden Geschmack.
Daffee hat ein besonderes Aroma und das kommt bei den meisten Probierern sehr gut an.

 

Ihr habt zur Zeit vier Sorten im Angebot; welche Sorte ist deine persönliche Lieblingssorte?
 
Was ich liebe an Daffee ist die Vielseitigkeit, du kannst ihn dir zubereiten wie du möchtest. Meine Lieblingssorten sind:
Im Sommer ein kalter Milchshake: Der Smarte (Daffee mit Zimt), kalte Mandelmilch und Eiswürfel
Im Winter trinke ich gerne die Pure mit heißem Wasser oder Mandelmilch.

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Vielen Dank an Markus für das Interview und MyDate dafür, dass sie so ein innovatives Produkt auf den deutschen Markt gebracht haben!

Eine Packung Daffee gibt es übrigens in unserer Februar-Box, die man bis Ende Februar bei uns im Shop bestellen kann!